top of page
Vom-Fass-logo

Innsbruck

Gebratene Pilze mit Trüffelöl

26. Sept.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Sept.

Wenn Pilze in der heißen Pfanne richtig Farbe bekommen, entsteht dieser tiefe, nussige Duft, der sofort Appetit macht. Ein paar Tropfen gutes Trüffelöl reichen dann aus, um daraus ein kleines Festgericht zu machen. Dieses Rezept ist einfach, schnell gekocht und passt genauso gut zu einem cremigen Trüffel-Kartoffelpüree wie zu Fleisch, Fisch oder frischem Brot.


Close-up of goldbraun gebratenen Pilzen mit Petersilie in einer dunklen Pfanne

Zutaten für 2 Personen


  • 300 g Pilze, zum Beispiel Champignons, Steinpilze oder Kräuterseitlinge (auch gerne gemischt)

  • 1 kleine Schalotte, fein gehackt

  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt

  • 2 EL natives Olivenöl extra z.B. San Domenico

  • 1 bis 2 EL weißes Trüffelöl vomFASS, oder 1 großer Esslöffel Trüffelbutter

  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

  • Frische Petersilie zum Garnieren


Warum Pilze und Trüffelöl so gut zusammenpassen


Pilze bringen von Natur aus viel Umami mit. Das ist jener herzhafte, volle Geschmack, der ein Gericht rund und angenehm kräftig macht. Wenn Pilze scharf angebraten werden, verlieren sie Wasser, bekommen Röstaromen und schmecken deutlich intensiver.


Trüffelöl ergänzt genau diese erdigen Noten. Es sollte aber nicht mit angebraten werden. Hitze kann das feine Aroma schwächen und manchmal sogar bitter wirken lassen. Darum kommt das weiße Trüffelöl vomFASS erst ganz am Ende über die heißen Pilze. So bleibt der Duft klar, elegant und gut wahrnehmbar.


Für dieses Gericht eignen sich gemischte Pilze besonders gut. Champignons sorgen für eine milde Basis, Kräuterseitlinge bringen Biss, Steinpilze schmecken kräftig und aromatisch. Wer keine frischen Steinpilze bekommt, kann das Gericht auch nur mit Champignons und Kräuterseitlingen zubereiten. Wichtig ist vor allem, dass die Pilze frisch sind und nicht zu lange in der Pfanne liegen, bevor sie Farbe bekommen.


Die richtige Vorbereitung macht den Unterschied


Pilze sollten möglichst nicht lange im Wasser liegen. Sie saugen sich schnell voll und braten dann eher weich, statt goldbraun zu werden. Besser ist es, sie mit einem Küchentuch, einer weichen Bürste oder einem kleinen Messer zu putzen. Nur stark verschmutzte Pilze kurz abspülen und danach sehr gut trocken tupfen.


Schneide die Pilze je nach Sorte in Scheiben oder mundgerechte Stücke. Champignons können in dickere Scheiben geschnitten werden. Kräuterseitlinge schmecken gut, wenn sie der Länge nach in Stücke geteilt werden. Steinpilze dürfen ruhig etwas größer bleiben, damit ihre Struktur beim Braten erhalten bleibt.


Auch Schalotte und Knoblauch sollten vorbereitet sein, bevor die Pfanne heiß wird. Das Gericht geht schnell, und sobald die Pilze in der Pfanne sind, braucht es Aufmerksamkeit. Fein gehackte Schalotte bringt milde Süße, Knoblauch sorgt für Würze. Beides sollte nur glasig anschwitzen, nicht dunkel werden.


Zubereitung Schritt für Schritt


  1. Die Pilze putzen und in Scheiben oder Stücke schneiden.


  2. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotte und Knoblauch hineingeben und bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.


  3. Die Pilze zugeben und die Hitze erhöhen. Sie brauchen Platz in der Pfanne, damit sie braten und nicht dünsten. Falls die Pfanne zu klein ist, die Pilze lieber in zwei Portionen anbraten.


  4. Die Pilze gelegentlich wenden, aber nicht ständig rühren. So können sie an der Oberfläche goldbraun werden. Nach einigen Minuten sollten sie sichtbar Farbe angenommen haben und kräftig duften.


  5. Mit Salz und Pfeffer würzen. Salz kommt am besten erst gegen Ende dazu, weil es den Pilzen Flüssigkeit entzieht.


  6. Die Pfanne vom Herd nehmen. Das Trüffelöl über die heißen Pilze träufeln, oder die Trüffelbutter einrühren und alles vorsichtig durchschwenken.


  7. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren.


Dieses Gebratene Pilze mit Trüffelöl Rezept für aromatischen Genuss lebt von guter Hitze, frischen Pilzen und dem richtigen Moment für das Trüffelöl. Mehr braucht es nicht.


Tipps für besonders aromatische gebratene Pilze


Eine große Pfanne ist bei Pilzen fast wichtiger als viele Zutaten. Liegen sie zu eng, tritt Flüssigkeit aus und sammelt sich am Pfannenboden. Dann kochen die Pilze im eigenen Saft. Das schmeckt zwar nicht schlecht, bringt aber weniger Röstaromen.


Auch die Temperatur zählt. Die Pfanne sollte heiß sein, wenn die Pilze hineinkommen. Du hörst idealerweise ein leichtes Zischen. Danach nicht sofort salzen und nicht zu viel bewegen. Geduld bringt hier mehr Geschmack.


Beim Trüffelöl gilt: weniger ist oft besser. Beginne mit 1 EL und koste kurz. Wer den Geschmack intensiver mag, gibt noch etwas mehr dazu. Das Öl soll die Pilze heben, nicht überdecken.


Frische Petersilie bringt am Ende eine leichte, grüne Note. Sie macht das Gericht frischer und balanciert die kräftigen Pilzaromen aus. Wer mag, kann zusätzlich ein paar dünne Späne Parmesan darüber geben, besonders wenn die Pilze als Hauptspeise serviert werden.


Wozu die Pilze besonders gut passen


Gebratene Pilze mit Trüffelöl sind sehr vielseitig. Als Beilage passen sie hervorragend zu cremigem Kartoffelpüree, besonders zu Trüffel-Kartoffelpüree. Die weiche, buttrige Textur des Pürees und die goldbraunen Pilze ergänzen sich wunderbar.


Auch zu kurz gebratenem Fleisch, gebratenem Fisch oder Polenta schmecken sie sehr gut. Vegetarisch serviert man sie mit geröstetem Sauerteigbrot, cremiger Pasta oder einem weichen Ei. Für ein schnelles Abendessen reicht oft schon eine Scheibe gutes Brot dazu, damit die aromatischen Säfte aus der Pfanne nicht verloren gehen.


Wer Gäste bewirtet, kann die Pilze als warme Vorspeise servieren. In kleinen Schalen angerichtet, mit Petersilie bestreut und direkt aus der Pfanne auf den Tisch gebracht, wirken sie schlicht und gleichzeitig besonders.


Kleine Varianten für mehr Abwechslung


Das Grundrezept lässt sich leicht anpassen. Ein Spritzer Zitronensaft kurz vor dem Servieren bringt Frische. Ein kleines Stück Butter am Ende macht die Pilze runder und glänzender. Wer es würziger mag, gibt eine Prise Chili dazu.


Thymian passt ebenfalls sehr gut zu Pilzen. Er sollte schon beim Braten in die Pfanne, damit sein Aroma in das Öl übergeht. Rosmarin funktioniert auch, sollte aber sparsam verwendet werden, da er schnell dominant wird.


Für eine cremige Variante kann ein kleiner Schuss Obers dazugegeben werden, bevor die Pfanne vom Herd kommt. Danach erst das Trüffelöl einrühren. So entsteht eine schnelle Pilzrahm-Sauce, die besonders gut zu Bandnudeln oder Semmelknödeln passt.


Ein einfaches Gericht mit besonderem Auftritt


Gebratene Pilze mit Trüffelöl zeigen, wie viel Geschmack aus wenigen Zutaten entstehen kann. Entscheidend sind frische Pilze, eine heiße Pfanne und das Trüffelöl erst zum Schluss. So bleiben die Röstaromen kräftig und das feine Trüffelaroma klar spürbar.


Serviere die Pilze direkt nach dem Braten. Dann sind sie saftig, duften intensiv und schmecken am besten. Ob als Beilage, vegetarische Hauptspeise oder Ergänzung zu einem festlichen Menü, dieses Gericht bringt mit wenig Aufwand viel Aroma auf den Teller.


bottom of page