Cremiges Trüffel-Kartoffelpüree mit feinem Weißem Trüffelöl
Ein gutes Kartoffelpüree braucht nicht viel. Die richtige Kartoffelsorte, warme Milch, Butter und ein wenig Geduld reichen oft aus. Mit Weißem Trüffelöl wird daraus aber eine Beilage, die sofort festlicher wirkt, ohne kompliziert zu sein.
Dieses cremige Trüffel-Kartoffelpüree passt besonders gut zu zartem Fleisch, gebratenem Fisch oder kräftigen Pilzgerichten. Es ist mild, fein aromatisch und genau richtig, wenn ein einfaches Gericht einen edlen Akzent bekommen soll.

Zutaten für 2 bis 3 Personen
600 g mehligkochende Kartoffeln
50 ml Milch
30 g Butter
2 EL weißes Trüffelöl vomFASS
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Frischer Schnittlauch oder Petersilie zum Garnieren
Warum mehligkochende Kartoffeln die beste Wahl sind
Für ein wirklich cremiges Püree sind mehligkochende Kartoffeln ideal. Sie zerfallen beim Kochen leichter und lassen sich besonders fein stampfen. So entsteht eine luftige, weiche Konsistenz, ohne dass das Püree klebrig wird.
Festkochende Kartoffeln eignen sich besser für Erdäpfelsalat, Bratkartoffeln oder Gratins. Für Püree fehlt ihnen oft die lockere Struktur. Wer ein besonders feines Ergebnis möchte, drückt die gekochten Kartoffeln zusätzlich durch eine Kartoffelpresse. Ein einfacher Stampfer reicht aber vollkommen aus, wenn die Kartoffeln gut weich gekocht sind.
Wichtig ist auch das kurze Ausdampfen nach dem Abgießen. Dadurch verliert die Kartoffel überschüssige Feuchtigkeit. Das Püree nimmt Butter, Milch und Trüffelöl danach besser auf und schmeckt voller.
So gelingt das Trüffel-Kartoffelpüree Schritt für Schritt
Die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Je ähnlicher die Stücke sind, desto gleichmäßiger garen sie.
Das Wasser abgießen und die Kartoffeln kurz im heißen Topf ausdampfen lassen. Dafür den Topf ohne Deckel ein bis zwei Minuten stehen lassen.
Die Kartoffeln mit einem Stampfer fein zerdrücken. Nicht zu lange rühren, sonst kann das Püree zäh werden.
Milch und Butter in einem kleinen Topf erwärmen. Die Mischung soll heiß sein, aber nicht kochen.
Die warme Milch-Butter-Mischung zu den Kartoffeln geben und alles vorsichtig zu einem cremigen Püree verrühren.
Das weiße Trüffelöl erst am Schluss unterrühren. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Mit fein geschnittenem Schnittlauch oder Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Der wichtigste Tipp: Das Trüffelöl nicht zu stark erhitzen. Es entfaltet sein Aroma am besten, wenn es nach dem Kochen zum fertigen Püree kommt. So bleibt die feine Trüffelnote klar und elegant.
Wie viel Trüffelöl ist ideal
Trüffelöl ist intensiv. Beginnen Sie deshalb lieber mit 1 EL und kosten Sie das Püree danach ab. Wer ein deutlicheres Aroma mag, gibt noch einen weiteren Esslöffel dazu.
Die Menge hängt auch davon ab, womit das Püree serviert wird. Zu mildem Fisch reicht oft eine sparsame Dosierung. Zu kräftigen Pilzen oder Kalbfleisch darf das Aroma etwas präsenter sein.
Auch Salz spielt eine wichtige Rolle. Kartoffeln brauchen genug Würze, sonst wirkt das Püree trotz Butter und Öl flach. Am besten erst nach dem Einrühren des Trüffelöls final abschmecken, weil sich der Geschmack dadurch noch einmal verändert.
Serviervorschlag mit Kalbsmedaillons
Kalbsmedaillons und Trüffel-Kartoffelpüree sind eine besonders feine Kombination. Das zarte Fleisch bleibt dezent genug, damit das Aroma des Trüffelöls nicht überdeckt wird.
Die Medaillons kurz in einer heißen Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Danach mit Salz und Pfeffer würzen und im Backrohr bei 120 °C einige Minuten nachziehen lassen. Die genaue Zeit hängt von der Dicke der Stücke ab.
Vor dem Servieren kann man die Medaillons mit wenigen Tropfen Weißem Trüffelöl verfeinern. Dazu passt ein grüner Salat, glasierte Karotten oder kurz gebratene Pilze. So entsteht ein Gericht, das festlich schmeckt, aber gut planbar bleibt.
Serviervorschlag mit gebratenem Steinbutt
Auch Fisch harmoniert wunderbar mit dem cremigen Püree. Besonders edel wird es mit Steinbutt. Sein festes, feines Fleisch passt gut zur buttrigen Kartoffelbasis und zum Trüffelaroma.
Die Steinbuttfilets mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Filets, wenn die Haut noch dran ist, zuerst auf der Hautseite knusprig braten. Danach kurz wenden und fertig garen.
Zum Schluss mit einem kleinen Spritzer Trüffelöl verfeinern. Mehr braucht es nicht. Wer möchte, serviert dazu etwas Blattspinat, gebratene Kräuterseitlinge oder grünen Spargel, je nach Saison.
Kleine Varianten für mehr Aroma
Das Grundrezept lässt sich leicht anpassen. Für eine besonders seidige Konsistenz kann ein kleiner Schuss mehr Milch verwendet werden. Wer es reichhaltiger mag, erhöht die Buttermenge leicht.
Auch Kräuter setzen schöne Akzente:
Schnittlauch bringt Frische und eine milde Würze.
Petersilie macht das Püree etwas herzhafter.
Kerbel passt gut, wenn Fisch serviert wird.
Thymian harmoniert besonders schön mit Pilzgerichten.
Zu viel sollte aber nicht ins Püree. Das Weiße Trüffelöl steht im Mittelpunkt. Die Kräuter sollen nur abrunden, nicht dominieren.
Einfache Beilage mit edler Wirkung
Dieses Trüffel-Kartoffelpüree zeigt, wie aus wenigen Zutaten ein besonderes Gericht entsteht. Mehligkochende Kartoffeln sorgen für die cremige Basis, Butter und Milch bringen Fülle, und das Weiße Trüffelöl verleiht dem Ganzen eine feine, luxuriöse Note.
Am besten schmeckt das Püree frisch zubereitet und sofort serviert. Dann ist es warm, locker und aromatisch. Ob zu Kalbsmedaillons, gebratenem Steinbutt oder einem Pilzgericht, diese Beilage macht aus einem vertrauten Klassiker etwas Besonderes.


